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Zweimal Fleisch in Alkohol gegart.
Ganz unterschiedlich.
Unterschiedliche Ecken der Welt, unterschiedliche Zeit.
Unterschiedlicher Alkohol…
Aber jetzt erst mal Peposo.

Geschichte:
Der Name Peposo ist auf die reichliche Verwendung von Pepe (italienisch für „Pfeffer“) zurückzuführen.
Die Vorgeschichte des Peposos beginnt 1296, als man mit dem Bau des Doms Santa Maria del Fiore in Florenz/Italien begann.
Etwas später, genauer im Jahr 1418, war der Bau immer noch nicht vollendet, das Dach fehlte noch. Da so der Altar dem Wetter ausgeliefert war, startete der Rat von Florenz einen Wettbewerb mit 200 Florin Preisgeld zur Errichtung einer Kuppel, um endlich dem Status eines der Zentren der damaligen Welt gerecht zu werden und nicht mehr Ziel des Spotts der Nachbarstädte wie Mailand zu sein.
Während sich die von nah und fern angereisten Architekten einig waren, dass man eine solch große Kuppel nur mit eine stützenden Säule errichten könne trat Filippo di Brunellesco Lapi , auch Brunelleschi genannt, (1377-1446) auf den Plan, ein gelernter Goldschmied. Er wollte zwei ineinander liegende Kuppel bauen, wobei die innere die äußere stütze.
Während Brunelleschi 1401 bei einem Wettbewerb zur Errichtung eines Bronzeportals für das Baptisterium noch seinem Konkurrenten Lorenzo Ghiberti (1378-1455) unterlag, konnte er sich hier gegen ihn durchsetzen und wurde 1420 Bauleiter.
Seinen Wert als Bauleiter stellte er auch gleich unter Beweis, indem er den Kran zum Heben der Lasten entscheidend verbesserte, wodurch die Lasten wesentlich schneller gehoben werden konnten.
Eine der Lasten, die auf das Dach mussten, waren Terracotta-Ziegel, die in Impruneta hergestellt wurden und nicht nur für ihr leuchtendes Rot, sondern auch für ihre Frostunempfindlichkeit berühmt waren.
Und hier nun wird es für uns spannend:
Die Arbeit in den Ziegelbrennereien war hart, weshalb die Arbeiter anständig essen mussten. Damit sie keine Zeit in den Tavernen verloren, bekamen sie Rindfleisch zur Verpflegung. Dies war nicht das beste, auch nicht durchschnittliches Fleisch, sondern die zäheren Stücke. Dieses Fleisch gaben sie in Topfe, die sie an den Eingang der Öfen stellten und über den Arbeitstag köcheln ließen.
Als es wegen verzögerten Gehaltszahlungen zu Arbeitsniederlegungen kam, blieb auch das Fleisch liegen. Um dieses nun nicht entsorgen zu müssen kam jemand auf die Idee, es in Rotwein einzulegen und den Geruch mit einer ordentlichen Portion Pfeffer zu überdecken.
Brunelleschi soll mehrfach die Öfen in Impruneta besucht haben, um sämtliche Arbeitsschritte zu überwachen und dabei dem Peposo verfallen sein.
Der Bau der Kuppel wurde 1436 fertig
Rezept
ACHTUNG!
Auch wenn ein guter Teil des Alkohols verfliegt, bleibt doch noch ein Teil im Gericht.
Daher nicht an Kinder, Schwangere oder anderweitig auszuschließende Personen verfüttern!
Im Zweifelsfalle lieber den Alkohol weglassen!!!
Zutaten:
| 1 kg | Schmorfleisch, in Stücken á 4cm |
| 2 TL | Salz |
| 6 Zehen | Knoblauch, angedrückt |
| 750 ml | Chianti |
| 1 ½ EL | Pfeffer, zerstoßen |
| Öl |
Zubereitung:
Das Fleisch in eine Schüssel geben und mit dem Salz mischen.
In einem Schmortopf* das Öl erwärmen und das Fleisch portionsweise von allen Seiten anbraten, dann herausheben und zur Seite stellen.
Den Knoblauch in die Pfanne geben und goldbraun anrösten, dann den Pfeffer hinzugeben und weitere 30 Sekunden rösten.
Den Wein eingießen und aufkochen lassen, dabei die angehangenen Spuren am Topfboden lösen. Nach 3 Minuten das Fleisch hineingeben, den Deckel aufsetzen und die Temperatur herunterdrehen.
90 Minuten simmern, den Deckel abnehmen und weitere 60-90 Minuten simmern lassen. Das Fleisch sollte nicht zu stark zerfallen.
Mit Brot (und mehr Chianti) servieren.
Tipps:
– mit 1 ½ TL Pfeffer wird es SEHR scharf. Weniger für ein weniger scharfes Vergnügen verwenden
– wer den Pfeffergeschmack mag, aber nicht gerne auf Pfeffer beißt, gibt den Pfeffer in einen Teebeutel, bindet diesen zu und gibt diesen in die Soße. Hinterher entfernen.













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