Sandwich-Brot

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Wer liebt nicht leckere Sandwiches?
Da wir gerne alle Zutaten im Blick haben und auch gerne alles selber machen backen wir diese Woche zuerst Sandwich-Brot, danach ein Brötchen, das Hoagie Roll.

Geschichte:

Das Sandwich ist nach John Montagu, dem 4. Earl of Sandwich, benannt.

Der Legende nach soll der Earl of Sandwich, ein leidenschaftlicher Cribbage-Spieler, während einer stundenlangen Partie keine Zeit zum Essen gehabt und deshalb den Braten zwischen zwei Brotscheiben bestellt zu haben. Die Mitspieler bestellten daraufhin ebenfalls „Brote wie Sandwich“. 1765 wies der Biograf des Earls, N. A. M. Rodger, diese Darstellung jedoch zurück und behauptete, dass dieser das Sandwich erfunden habe, um seine Arbeit als Staatsmann nicht unterbrechen zu müssen.
Es ist tatsächlich wahrscheinlicher, dass John Montague wegen seiner Arbeit wenig Zeit zum Essen gehabt hat, da er First Lord oft he Admiralty („Erster Lord der Admiralität“) und Schirmherr von Captain James Cook war, der unter anderem Neuseeland, Australien, Alaska, Hawaii und Polynesien erforschte. Cook benannte zum Dank Hawaii als Sandwich-Inseln und auch die Montague Island, eine große Insel am Eingang des Prince William Sounds am Golf von Alaska nach dem Earl of Sandwich.
Während das Sandwich als solches, Zutaten zwischen zwei Brotscheiben, in dieser Form in England entstand, gab es schon in antiken Kulturen die Angewohnheit, Brot als Hülle zu verwenden.
So soll zum Beispiel Hillel der Ältere, ein Rabbi aus der Zeit um etwa 70 n Chr. bereits Lammfleisch vom Pessach-Fest in Matzeh gewickelt haben, einem ungesäuerten Fladenbrot. Während in Europa Brot in Laiben gebacken wurde, wurden von Marokko bis Indien Fladenbrote gebacken, mit denen das Essen zum Mund geführt wurde.
Einen direkten Vorgänger des Sandwiches beschrieb John Ray (1627-1705), der in den Niederlanden beobachtete, dass in Herbergen Rindfleisch von den Dachsparren hingen, die in dünne Scheiben geschnitten und auf mit Butter bestrichene Brotscheiben legte. Diese Beschreibung zeigt, dass „offene Sandwiches“ oder Belegde Broodje in England noch unbekannt waren.
Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts waren Sandwiches den Männern vorbehalten, erst danach als auch für Damen angemessene Zwischenmahlzeit angesehen.

Rezept

Zutaten:

500 gMehl
170 gMilch, lauwarm
175 gWasser, lauwarm
85 gButter, geschmolzen
35 gZucker
12 gSalz
21 gHefe
Öl

Zubereitung:

4 EL Mehl abnehmen und mit 100 g Wasser in eine Pfanne geben.
Das restliche Wasser und Milch mischen, Hefe und Zucker unterrühren und dann ruhen lassen.
Die Pfanne mit Wasser und Mehl langsam erhitzen, dabei kräftig rühren. Nach 2 bis 3 Minuten sollte sich eine dicke Paste gebildet haben. Diese Paste in eine Schüssel geben und lauwarm abkühlen lassen.
Sobald sich Schaum auf der Oberfläche der Hefemischung gebildet hat alle Zutaten zu einem Teig, der sich von der Schüssel löst, verkneten. Von Hand mindestens 10 Minuten kräftig kneten, mit der Küchenmaschine mindestens 7 Minuten.
Eine Schüssel mit etwas Öl ausstreichen, den Teig hineingeben, abdecken und mindestens eine Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Den Teig leicht zusammendrücken und auf einer leicht eingeölten Oberfläche zu einem etwa 26cm langen Klotz formen. Diesen in eine leicht geölte Kastenform (30cm) geben und mit einer leicht geölten Frischhaltefolie abdecken. Eine Stunde gehen lassen.
In der Zwischenzeit den Backofen auf 180°C vorheizen.
Im Backofen 30-35 Minuten backen, bis es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt oder im Zentrum eine Temperatur von 90°C erreicht ist.

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