Clover Club

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Und gleich nochmal Gin und Eiweiß.
Der Clover Club schmeckt ganz anders als der Million Dollar Cocktail, aber mindestens genauso gut.
In beiden fällen gilt natürlich strengste Hygiene, da wir mit rohem Ei arbeiten.

Geschichte:

Der Clover Club ist nach dem gleichnamigen, 1882 in Philadelphia/USA gegründeten Herren-Club benannt. Der Club befand sich im Bellevue-Stratford-Hotel an der South Broad und Walnut Street in Center City.

Der Cocktail entstand schon vor der Prohibition und schriftliche Nachweise eines solchen Rezepts lassen sich bis ins Jahr 1908 zurückverfolgen. Unter dem Namen The Clover Club Cocktail taucht ein Rezept erstmals 1910 in dem Buch The Barkeeper´s Manual von Raymond E. Sullivan auf.
Der Drink wurde schnell beliebt und geriet dann fast genauso schnell wieder in Vergessenheit, was allgemein auf die Verwendung von rohem Eiweiß und die damit verbundene kompliziertere Herstellung zurückgeführt wird.

Rezept

Zutaten:

4,5 clGin*
1,5 clZitronensaft
1,5 clHimbeersirup*
1Eiweiß

Zubereitung:

Alle Zutaten zusammen mit der Feder eines Bar-Siebs* oder eines Spiralbesens ohne Eis kräftig mindestens 30 Sekunden schütteln. Die Feder entfernen, Eis in den Shaker* geben und nochmal gut schütteln. In eine gekühlte Cocktailschale* durch ein Sieb abgießen.

Tipp:

Dry-Shake: Den Cocktail mit Eiweiß und einem Mixing Ball oder einer Feder (Bar-Sieb/Spiralbesen) mindestens 30 Sekunden schütteln, dann Ball/Feder entnehmen und Eis hineingeben. Nochmal kräftig schütteln.
Reverse Dry-Shake: Alle Zutaten ohne Eiweiß, dafür aber mit Eis kräftig schütteln. Doppelt in die obere Hälfte des Shakers abseihen. Eis entsorgen und Eiweiß sowie Mixing Ball/Feder hineingeben und kräftig schütteln. Direkt ins Glas abgießen.

Eiweiß im Cocktail:

Die Proteine im Eiweiß dienen als Emulgator. Sie verbinden Zutaten, die sich sonst schlecht mischen lassen, wie zum Beispiel Sahne und Zitrussaft. Des Weiteren binden sich beim kräftigen Schütteln kleine Luftbläschen, wodurch der Cocktail eine seidige Textur und eine schöne Schaumkrone.
Obwohl Alkohol als Feind von Bakterien gilt, muss man sich trotzdem strengstens an die gute Küchenhygiene halten.
Nur sehr frische Eier und keine mit Beschädigungen oder Verschmutzungen verwenden!

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