Pan de muerto

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Einer der großartigsten Filme, die ich seit langem gesehen habe, ist Coco. In diesem Film wird die Tradition des Dia de los muertos gezeigt, dem mexikanischen Tag der Toten.
An diesem Tag bereitet man die Lieblingsspeisen der Verstorbenen zu und ist sich sicher, dass diese aus dem Reich der Toten kommen, um mit einem zu feiern.
Diese positive und fröhliche Art, an die Toten zu denken, gefällt mir sehr und daher machen wir zwei Rezepte, um auch mit unseren verstorbenen Verwandten zu feiern.
Und was könnte da besser sein, als mit dem Pan de Muerto, dem „Brot der Toten“, anzufangen.

Und während Ihr Euch mit dem Teig beschäftigt freut Euch über die schönen Momente, die Ihr mit den Verstorbenen hattet!

Geschichte:

Pan de Muerto ist spanisch und bedeutet „Brot der Toten“.

Dieses süße Brot (Pan Dulce) wird in Mexiko traditionell für den Tag der Toten (Día de los Meurtos) gebacken, der in der Nacht vom 01. bis zum 02. November gefeiert wird.
Die Entstehung der Pan de Muertos sind eine Verschmelzung von Praktiken mesoamerikanischer Religionen und der des Christentums.
Bereits manche Ureinwohner Mittelamerikas buken in vor-kolumbianischen Zeiten Brote, um den Toten zu gedenken, andere opferten den Toten Brot, um eine gute Ernte zu bewirken. Es gab aber auch die Tradition, das Herz geopferter Menschen in Amaranth zu legen, was zur Entwicklung eines herzförmigen Brots führte, das bereits Bernardino de Sahagún (1499-1590) beschrieb.
Aus der europäischen Tradition kam der Brauch der Altarbrote hinzu, das heutige Rezept geht auf das mallorquinische Ensaïmada zurück.
In Mexiko isst man dieses Brot am Día de los Muertos am Grab der Verstorbenen, oder an einem speziellen Hausaltar (Ofrenda). Außerdem isst man die Lieblingsgerichte der Verstorbenen. Man glaubt nicht, dass die Verstorbenen mitessen, sondern dass sie nach der langen Reise aus dem Totenreich die Essenz der Speisen aufnehmen, zusammen mit Wasser.

Symbolik:

Das Runde Brot symbolisiert den Kreislauf des Lebens, die Knochen die Verstorbenen (Difuntos/Difuntas), die Kugel oben stellt die Tränen der Göttin Chīmalmā für die Lebenden dar.

Rezept

Zutaten:

Vorteig
120 gMehl, Type 550
30 gMehl, Type 1050
100 gMilch
15 gHefe
Hauptteig
30 gMilch
80 gButter
3 StreifenOrangenschale
3Eier
300 gMehl, Type 550
50 gZucker
4 gSalz
Butter/Zucker zum Verzieren

Zubereitung:

Vorteig

Alle Zutaten für den Vorteig mischen und abgedeckt 30 Minuten gehen lassen.

Hauptteig

Während der Vorteig geht, Milch, Butter und Orangenschale vorsichtig erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Abkühlen lassen, dann die Orangenschale entfernen.
Die Eier schaumig aufschlagen, dann unter Rühren die Milch-Butter-Mischung einfließen lassen.
Alle weiteren Zutaten und den Vorteig aber nicht das Salz in die Küchenmaschine* geben und 6 Minuten auf Stufe 1 kneten, dann das Salz hinzugeben und weitere 5 Minuten auf Stufe 2 kneten.
Den Teig in eine leicht geölte Schüssel geben und abgedeckt gehen lassen. Nach 20 Minuten Dehnen und Falten. Wieder 20 Minuten gehen lassen, dann Dehnen und Falten. Nochmals 20 Minuten gehen lassen, nochmals Dehnen und Falten. Abgedeckt 10 Stunden im Kühlschrank reifen lassen.
Aus dem Kühlschrank nehmen und 2 Stunden bei Raumtemperatur warm werden lassen.
Vom Teig etwa 120 g abnehmen, davon aus etwa 15 g zwei Kugeln formen.
Aus den restlichen 105 g 6 etwa 20cm lange Rollen formen, die man dann von der Mitte beginnend in etwa 2,5cm lange Abschnitte einschnürt (die dünnen Stellen sollen noch etwa 3mm dick sein).
Aus dem restlichen Teig zwei Brote formen, rund wirken. Je Brot 3 Stränge der „Gebeine“ um 120° versetzt locker auflegen, in die Mitte je Brot eine der Kugeln. Leicht andrücken.
90 Minuten abgedeckt gehen lassen, währenddessen den Backofen mit Backstein* und Schwadgefäß auf 200°C vorheizen.
Brote in den Ofen geben und sofort ein Schnapsglas kaltes Wasser in den Schwadbehälter geben.
Die Türe schnell schließen, die Temperatur auf 180°C herunterdrehen.
40 Minuten backen, nach etwa 25 Minuten mit Alufolie abdecken, damit die Brote nicht verbrennen.
Aus dem Ofen nehmen und mit geschmolzener Butter bestreichen und Zucker bestreuen.

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