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Wir kochen uns nach Belgien und durch Belgien hindurch.
Als erstes gibt es Waterzooi, einen leckeren Eintopf, den man entweder mit Weißbrot oder Friet servieren kann, bevor es dann Carbonade Flamande, das legendäre Schmorgericht ebenfalls mit den gleichen Beilagen gibt.

Geschichte:
Waterzooi ist ostflämisch und bedeutet „Wassersud“.
Vermutlich entstand das Gericht bereits im Mittelalter. Besonders an der Watermolenbrug („Wassermühlenbrücke“), wo Mehl beim Mahlen ins Wasser fiel, waren Fische leicht zu fangen und selbst Kaiser Karl V. soll es im Sint-Jorishof/Gent gegessen haben.
Infolge der Industrialisierung von 1860 bis 1900 verschmutzten die Flüsse zunehmend und Fisch wurde rar. War er davor noch nahezu kostenlos, stieg sein Preis schnell über den von Hühnerfleisch, sodass man nun vor allem Hühnchen verwendete.
Rezept
Zutaten:
| 1,2-1,5 kg | Huhn |
| 4 | Kartoffeln, mittelgroß, geschält |
| 1 | Zwiebel, mittelgroß |
| 2 | |
| 2 Stangen | Sellerie, grob gewürfelt |
| 2 | Gewürznelken* |
| 2 | Lorbeerblätter* |
| 2 Zweige | Thymian |
| ½ Bund | Petersilie |
| 200 ml | Sahne |
| 50 g | Butter |
| Kerbel | |
| Salz/Pfeffer | |
| 1 Spritzer | Zitronensaft |
| 4 | Karotten, Julienne |
| 1 Stange | Lauch, feine Streifen |
Zubereitung:
Das Huhn in einen Topf* geben, die Nelken in die Zwiebel stecken und mit den Karotten, dem Sellerie, den Lorbeerblättern, dem Thymian und der Petersilie ebenfalls in den Topf geben. Mit Wasser auffüllen und leicht salzen.
Aufkochen, dabei den Schaum abschöpfen und dann simmern lassen. Nach 30 Minuten die Kartoffeln hinzugeben und weiter 30 Minuten kochen lassen.
Das Huhn herausheben und 2,5 Liter der Suppe durch ein Sieb* in einen weiteren Topf* gießen.
Die Suppe erneut aufkochen, Julienne hinzugeben, Butter und die Sahne unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.
Das Hühnerfleisch in Stücke schneiden und wieder in die Suppe geben, ebenso die Kartoffeln.
Mit Kerbel garniert und Weißbrot/Friet servieren.









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