Onigiri

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Da wir ja gerade Furikake gemacht haben müssen wir es auch verbrauchen. Dies tun wir in Onigiri, einem leckeren und vielseitig befüllbaren Snack aus Japan, der zwar auf den ersten Blick nach Sushi aussieht, aber tatsächlich etwas ganz anderes ist.

Geschichte:

Laut der Onigiri Association kommt das Wort Onigiri (お握り) über Nigirimeshi (握り飯) von Nigiru (握る), welches „pressen“ bedeutet. Es benennt also den in Form gepressten Reis.
Sie sind je nach Dialekt/Region/Form auch als Omusubi (お結び) oder Nigirimeshi (握り飯) bekannt, wobei manche sagen, dass Omusubi grundsätzlich nur kegelförmig sind, damit sie an Berge erinnern.

Bevor in der Nara-Periode (710-794) Essstäbchen bekannt und beliebt wurden brachte man bereits Reis in Ballform, um diesen besser essen zu können.
In der Heian-Periode (794-1185) wurden dann Reis in Tonjiki (頓食) genannte Dreiecke geformt, sodass sie besser servieren und einfacher essen konnte. So steht im Tagebuch Murasaki Shikibu Nikki von Murasaki Shikibu aus dem 11. Jahrhundert, dass Tonjiki als Snack dienten, den man gut zu einem Picknick oder ähnlichem mitnehmen konnte.
Schriften aus dem 17. Jahrhundert beschreiben dann, dass Samurai in Bambusblätter gewickelte Reisbällchen als Verpflegung in den Krieg mitnahmen.
In den 1980ern wurde dann eine Maschine zur industriellen Herstellung von dreieckigen Ongiri erfunden.

Onigiri und Sushi:

Onigiri ist keine Art von Sushi und sollte auch nicht mit Nigirizushi, bzw. als Kurzform Nigiri, verwechselt werden. Während Sushi mit Reis zubereitet wird, der mit Essig, Zucker und Salz versetzt wird, werden Onigiri mit leicht gesalzenem Reis zubereitet. Dies kommt daher, dass Onigiri entwickelt wurden, um Reis haltbar und leicht essbar zu machen, während Sushi am Mekong entwickelt wurden, um Fisch länger haltbar zu machen, der Reis wurde nicht mitgegessen sondern entsorgt.

Rezept

Kombu enthält hohe Mengen Jod!
Wenn Ihr auf Euren Jodkonsum achten müsst (Schilddrüsen-Erkrankung, Schwangerschaft, …) lasst Kombu weg!

Zutaten:

500 gSushireis*
Salz
Wasser
8x12cmKombu*
Nori*

Zubereitung:

Den Reis in einer Schüssel mit kaltem Wasser bedecken und durchkneten. Durch ein Sieb* abgießen und wieder in die Schüssel geben. So oft Wasser auffüllen und wieder abseihen, bis das Wasser klar bleibt. Den Reis im klaren Wasser 30 Minuten ruhen lassen, dann erneut abgießen und mit 700ml kaltem Wasser aufkochen. Den Kombu mehrfach mit einer Schere einschneiden und auf den Reis legen. 15 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen, dann den Herd ausstellen und ein Leintuch zwischen Topf* und Deckel klemmen. 20 Minuten ruhen lassen.
Den Kombu entsorgen, den Reis auflockern und soweit abkühlen lassen, bis man ihn anfassen kann.
Je nach gewünschter Füllung diese direkt in den Reis mischen oder nur in die Mitte beim Formen geben.
Formt man mit der Hand sollte man die Hände immer mit etwas Salzwasser anfeuchten, ansonsten klebt der Reis an den Händen. Jeweils ⅛ des Reises in die gewünschte Form formen. Für gefüllte Onigiri dabei die Hälfte des Reises in die Hand/Form* geben, Füllung darauf dann mit dem restlichen Reis bedecken.
Je nach Wunsch mit Nori umhüllen.

Füllungen:

Furikake, in den Reis gemischt
Katsuobushi* mit Sojasauce benetzt als Füllung
– Thunfisch, Mayonnaise und Sojasauce verrührt als Füllung
– Ume (eingelegte Pflaume) als Füllung
– …

Tipps:

– Traditionell salzt man den Reis nicht vor dem Kochen, sondern bestreut jedes Mal die nassen Hände mit etwas Salz, bevor man eine Portion Reis formt. Formt man jedoch mit Formen, dann sollte man den Reis beim Kochen salzen.

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