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Tarator ist Cacık schon sehr ähnlich, aber auch anders.
Mir schmeckt beide sehr gut.
Und beide sind extrem wandelbar.
Als kalte Suppe, Dip, Sauce über Reis, …

Geschichte:
Tarator (таратор) stammt vom osmanisch-türkischen tarator (طرطور, „zerstoßene Nuss-Saucen“ bzw. „Sauce aus Walnüssen/Brot/Essig/Knoblauch“ ab, was wiederum vom persischen Verb tarāšīdan (تراشیدن, „reiben/schaben/zerstoßen“) abstammt.
Bereits im Mittelalter waren kalte Joghurtgerichte im Osmanischen Reich verbreitet und breiteten sich im 15. und 16. Jahrhundert über den Balkan aus.
Eine erste nachgewiesene schriftliche Erwähnung von Tarator stammt aus dem Kochbuch Melceü’t-Tabbâhîn von Mehmet Kamil aus dem Jahr 1844. Es beschreibt Tarator allerdings als eine Sauce aus Walnüssen, Brot, Knoblauch und Essig. Zeitgleich gab es aber bereits Joghurtsuppen (Yayla), die später mit dem Namen verschmolzen.
Ab etwa 1870 tauchten in bulgarischen Haushaltskochbüchern die ersten Joghurtsuppen auf, die unserem heutigen Tarator ähnelten.
Im sozialistischen Bulgarien ab 1944 wurde Tarator dann institutionalisiert, ab 1955 befand sich das Rezept im offiziellen bulgarischen Gastronomiehandbuch und gilt heute als kulinarisches Nationalsymbol Bulgariens.
Rezept
Zutaten:
| 400 g | Joghurt, griechischer/türkischer Art |
| 300 ml | Wasser, kalt (Menge plus/minus, nach Geschmack) |
| 300 g | Salatgurke, geschält, entkernt |
| 2-3 Zehen | Knoblauch |
| ½ Bund | Dill, fein gehackt |
| 30 g | Walnüsse |
| 2 EL | Olivenöl* |
| Salz |
Optional
| Pfeffer | |
| Zitronensaft |
Zubereitung:
Die Walnüsse in einer Pfanne* fettfrei anrösten, dann komplett abkühlen lassen, bevor man sie sehr fein hackt oder im Mörser* zerstößt.
Die Gurke grob raspeln und mit etwas Salz mischen. In einem Sieb* 5 Minuten abtropfen lassen, dann Flüssigkeit ausdrücken.
Knoblauch grob hacken, dann im Mörser* mit ½ TL Salz zu einer Paste verreiben. Kurz ruhen lassen.
Joghurt in einer Schüssel mit einem Schneebesen* gut glattrühren, dann langsam Wasser zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht wird. Nun nacheinander Knoblauchpaste, Dill und Walnüsse unterrühren. Die Gurkenraspel unterheben und das Olivenöl einmischen. Mit Salz und optional Pfeffer und/oder Zitronensaft abschmecken.
1 Stunde im Kühlschrank abgedeckt ziehen lassen.
Tipps:
– Knoblauch zieht nach und wird intensiver, je länger Tarator steht.
– steht Tarator länger, setzt sich oben Molke vom Joghurt ab, was nicht so schön aussieht.
















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