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Ich präsentiere: Opor Telur.
Auch wieder eine grundsätzliche Kochtechnik, hier mit Ei.
Wesentlich mehr Zutaten als bei Telur Balado.
Ganz anderer Geschmack, aber mindestens genau so gut.
Aber da ich sowieso sowohl indonesische Gerichte und auch Eier mag, ist beides die perfekte Kombination.
Obwohl, Telur Balado ist schon ziemlich scharf…

Geschichte:
Opor Telur ist javanisch-indonesisch und bedeutet „Eier in Kokossud“. Es setzt sich aus Opor, was aus dem altjavanischen upur/apur („gekocht in Kokosmilch“) kommt, und Telur (indonesisch für „Ei“), was über das malaiische Telor vom austronesischen DaluR abstammt, zusammen.
Opor, also das Kochen von Speisen in Kokosmilch, entwickelte sich vermutlich im 17. bzw. 18. Jahrhundert auf Java. Auf jeden Fall finden sich bereits im Serat Centhini Gerichte, die mit Opor bezeichnet sind und die den heutigen ähneln.
Das Serat Centhini wurde 1814 unter Kronprinz Adipati Anom (13. Dezember 1784 bis 05. September 1823), der später Pakubuwono V. wurde, von den Gelehrten R. Ng. Yasadipura II und Sastradipura begonnen.
In der Kolonialzeit fanden die westlichen Besatzer diese Kochtechnik als Standard in den javanischen Haushalten vor.
Heute gehört Opor Telur zu den wichtigsten Festtagsgerichten während Lebaran/Idul Fitri (Ende des Ramadan), meist zusammen mit Ketupat (Reiskuchen), Familienfeiern, Reisanrichten (Nasi Campur) und javanischen Buffets.
Rezept
Zutaten:
| 8 | Eier |
Bumbu (Paste)
| 120 g | Schalotten, grob gewürfelt |
| 20 g | Knoblauch, grob gewürfelt |
| 20 g | Ingwer, grob gewürfelt |
| 25 g | Galgant, grob gewürfelt |
| 2 g | Koriander, ganz* |
| 1 g | Kreuzkümmel, ganz* |
| 3 g | Pfefferkörner, weiß |
| 0-5 | Chili, Schärfe nach Geschmack, entkernt |
| 30 g | Kemiri-Nüsse* |
Kokossud
| 400 ml | Kokosmilch, cremig* |
| 200 ml | Wasser |
| 2 Stangen | Zitronengras, angedrückt |
| 3 | Kaffirlimetten-Blätter |
| 1 | Lorbeerblatt* |
| 6 g | Salz |
| 5 g | Palmzucker, fein* |
| Öl |
Abschmecken
| Limettensaft |
Zubereitung:
Die Eier in einem Topf* mit kaltem Wasser aufsetzen und innerhalb von 10 Minuten hart kochen.
In Eiswasser abschrecken, schälen und an zwei Stellen leicht anritzen, damit die Soße einziehen kann.
Bumbu
Koriander, Kreuzkümmel und Pfeffer vorsichtig in einer Pfanne* trocken bei mittlerer Temperatur anrösten, bis sie duften.
Mit den restlichen Zutaten in einem Mörser* oder einem Mixer* zu einer Paste verarbeiten.
Falls nötig etwas Wasser hinzufügen.
In einem Topf* etwas Öl bei mittlerer Hitze erwärmen. Das Bumbu hineingeben und 4 bis 5 Minuten unter Rühren anbraten, bis etwas Öl austritt und sie aromatisch ist.
Kokossud
Zitronengras, Kaffirlimetten-Blätter und Lorbeerblatt zum Bumbu geben und weitere 30 Sekunden anrösten. Wasser langsam einrühren, dann die Kokosmilch.
Langsam erhitzen, bis die Sauce simmert. Sie sollte nicht kochen, da die Kokosmilch gerinnen kann. Salz und Zucker einrühren und 8 Minuten simmern lassen.
Fertigstellen
Die Eier vorsichtig in die Sauce geben und 15 bis 20 Minuten bei noch geringerer Hitze ziehen lassen. Falls die Sauce zu sehr eindickt, mit wenig Wasser verdünnen.
Mit Limettensaft abschmecken und mit weißem Reis* servieren.















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