Dukkah

eingetragen in: Rezept 0
Print Friendly, PDF & Email

Heute stelle ich Euch einen Dip aus dem Nahen Osten vor, den Ihr ganz an Euren Geschmack anpassen könnt.
Während der Zubereitung beginnt die ganze Küche zu duften und macht Lust darauf, das Dukkah zu probieren. Und wenn Ihr einen Mörser benutzt könnt Ihr jeder Zutat genau die Konsistenz geben, die Euch am besten gefällt.
Und Ihr könnt Dukkah nicht nur als Dip für Fladenbrot verwenden, sondern damit auch viele Salate, Suppen, Pürees toppen, Protein panieren,…

Geschichte:

Das Wort Dukkah (oder auch Duqqa, Du’ah oder Do’a) kommt von dem Arabischen Wort „dokka“, welches „zerstoßen“ bedeutet. Diese Wortherkunft beschreibt die Zubereitungsmethode im Mörser.

Das antike Ägypten lag direkt an der damaligen Gewürzstraße und hatte so Zugang zu Gewürzen wie Kreuzkümmel, Koriander und Zimt.
Koriander schätzte man als Aphrodisiakum. Es gibt Hinweise darauf, dass Koriandersamen bereits in der 21. Dynastie (um 1000 v. Chr.) als Symbol ewiger Liebe und anhaltender Leidenschaft in Gräber gepflanzt wurden.
Kreuzkümmel galt als Zeichen der Treue, und Kreuzkümmelsamen wurden manchmal von Soldaten und Händlern als Erinnerung an die Wartenden in der Heimat in der Tasche getragen. Man glaubte auch, dass sie den Magen beruhigen und die Verdauung fördern.
Zimt hingegen war erheblich teurer als Kreuzkümmel und Koriander und daher für den einfachen Arbeiter des alten Ägyptens weniger leicht erhältlich. Er wurde häufig bei der Einbalsamierung verwendet da er stark antimikrobiell ist, was den Verderb von Fleisch verhindern kann. Wenn es verfügbar war, wurde es sehr sparsam verwendet und mit anderen Gewürzen gemischt, so dass sein Geschmack und seine Wirksamkeit verbessert wurde.
Eine Mischung aus diesen drei Gewürzen – zusammen mit gerösteten Nüssen, Salz und Knoblauch – wurde im alten Ägypten verwendet, um das grobe Brot im Alltag geschmacklich aufzubessern.

Heute ist Dukkah gerade in Australien sehr populär, eingeführt von libanesischen und arabischen Einwanderern.

Rezept

Zutaten:

Das „Original“:
60 gHaselnüsse
40 gSesam, hell*
3 TLKoriandersamen*
2 TLKreuzkümmelsamen*
1 TLSalz
„Australian Dukkah“:
40 gMacadamia
20 gMandeln
20 gSesam, hell*
20 gSonnenblumenkerne
2 TLKoriandersamen*
2 TLKreuzkümmelsamen*
1 TLSalz

Zubereitung:

Jede Zutat (außer das Salz) einzeln in einer Pfanne fettfrei bräunen.
ACHTUNG: Nicht anbrennen lassen!
Jede Zutat (außer das Salz) einzeln im Blitzhacker oder dem Mixer* zu groben Stücken hacken bzw. im Mörser* mörsern. Es soll kein Brei/Pulver werden, sondern jede Zutat soll unterschiedliche Texturen aufweisen von fein bis grob.
Alles vermischen und entweder sofort servieren oder luftdicht verpackt kühl und trocken lagern.

Servieren:

Dukkah wird traditionell als Vorspeise mit etwas Olivenöl zu Fladenbrot serviert. Man bricht Stücke des Fladenbrots ab und dippt diese zunächst in das Öl und dann in das Dukkah.
Dukkah eignet sich aber auch als:
– Topping für Suppen, Pürees oder Salate
– als Panade für Fisch/Fleisch/Tofu
– als Dry-Rub für Fleisch

Variationen:

Man kann:
– 20 g der Nüsse durch die gleiche Menge Pistazien ersetzen.
– 20 g Sesam durch Kokosflocken ersetzen.
– Statt normaler Nüsse geräucherte Nüsse verwenden.
– 2 TL Sumach* hinzufügen
– 1 TL Chilipulver hinzufügen
– 1 TL Pfeffer hinzufügen
– 2 TL Paprikapulver* hinzufügen
– 2 TL Fenchelsamen* hinzufügen
– 2 TL Thymian* (getrocknet) hinzufügen
– 1 TL Minze (getrocknet) hinzufügen
– …

Australische Zutaten:

In Australien ist Dukkah sehr populär, es wird dort mittlerweile auch mit australischen Gewürzen verfeinert wie:
– Wattleseed, die Samen einer bestimmten Akazienart
– Zitronenmyrte
– Vietnamesische Minze
– Australischer Pfeffer bzw. Buschpfeffer
– Saltbush aus der Familie der Melden
– Bush Tomato (Solanum Centrale), aus der Gattung Nachtschatten
– Tasmanischer Bergpfeffer
– Buschpflaume

Abonniere meinen kostenlosen Newsletter und sichere dir das Freebie, eine kostenlose pdf-Datei mit 5 ½ unveröffentlichten Toast-Rezepten!

Natürlich kannst du dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert