Lecsó

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Wir wenden uns nach Ungarn und kochen zuerst Lecsó, welches auch im Gebiet der ehemaligen DDR sehr beliebt ist.
Mit wenigen Zutaten kann man eine leckere Gemüsepfanne machen, die man beliebig erweitern kann.
Egal, ob mit Nudeln, Kartoffeln oder Reis als Beilage und egal, ob pur, mit Speck, Wurst oder Fleisch, dieses Rezept lässt sich an jeden Geschmack anpassen.

Geschichte:

Manche vermuten, dass Lecsó von všeličo abstammt, was im Dialekt einer slowakischsprachigen Minderheit „gemischt/alle Arten“ bedeutet, oder aber dass es von lecses/lecskes abstammt, was „weich/saftig/breiig“ bedeutet.

In den 1870ern ließen sich bulgarische Gärtner in Káposztásmegyer nieder. Sie brachten neben einem Gericht, bei dem sie Paprika und Tomaten auf dem Feuer rösteten, auch neue Methoden zur Bewässerung mit, wodurch Tomaten und Paprika in großem Stil angebaut werden konnten.
Diese Gemüse wurde auf den Märkten Budapests verkauft und bald bereiteten die Nógrád-Köche wohlhabender Familien Lecsó zu. Die Verbreitung aus der Stadt heraus und über die Landesgrenzen hinweg fand das Gericht dann, als 1924 die Erste Ungarische Konserven- und Erzfabrik, die 1895 von Manfréd und Bertold Weiss gegründet worden war, Lecsó unter dem von ihr eingetragenen Markennamen Globus in Konserven vertrieb.
1902 veröffentlichte die Zeitschrift A Hét ein Kochbuch. Es enthielt ein Rezept namens Rácz Omácska, in dem Paprika und Tomaten zu einer stückigen Soße gekocht werden.
Im Anhang A des 1922 unterzeichneten und 1931 wieder unterzeichneten Zusatzes zum österreichisch-ungarischen Handelsabkommen wird der Lecsó wörtlich erwähnt: „Tomatenkonserven sind wie luftdicht verschlossene Behälter zu behandeln, die mit dem so genannten Lecsó, d. h. einer Salatmischung aus Tomaten, Zwiebeln und Paprika, gefüllt sind.
Ein Rezept, das in einem Kochbuch unter dem Namen Lecsó veröffentlicht wurde, war bis Anfang der 1930er Jahre nicht bekannt. 1931 wurden die ersten Rezepte an zwei Stellen gleichzeitig veröffentlicht. Das Kochbuch Új Idők veröffentlichte ein Rezept für lecsó télire („Winterlecsó“) und die Zeitschrift Magyar Szakács („Ungarischer Koch“) beschrieb Lecsó aus Bačka.

Rezept

Zutaten:

250 gZwiebeln, in Würfeln á 2cm
500 gPaprika, rot/gelb, in Würfeln á 2cm
250 gTomaten, in Würfeln á 2cm
1 TLPaprikapulver (rosenscharf*/edelsüß*)
Öl
Salz

Zubereitung:

Öl in einer Pfanne* bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen und die Zwiebel darin anschwitzen, bis sich die Kanten beginnen zu bräunen. Anschließend die Paprika hinzugeben und ebenfalls leicht anbräunen. Nun die Tomaten und das Paprikapulver unterrühren, mit Salz abschmecken und 15 Minuten köcheln lassen

Varianten:

Wurst: ungeräucherte Wurst mit den Tomaten hinzugeben, geräucherte erst die letzten 5 Minuten.
Eier: Eier verquirlen und in das Lecsó geben, sobald es fertig ist. Vom Herd nehmen und 2 Minuten ziehen lassen.
Kartoffeln: Kartoffelstücke mit den Tomaten hinzugeben.
Hackfleisch: Das Hackfleisch nach den Zwiebeln hinzugeben und anbraten, dann erst die Tomaten hinzufügen.
Speck: Erst den Speck auslassen, dann mit den Zwiebeln weiter machen.

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