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Diese Woche widmen wir uns trotz winterlichen Temperaturen und wenig Sonnenlicht der indonesischen Küche.
Beim heutigen Rezept, Nasi Goreng, kommt bei uns die Sehnsucht nach dem Sommerurlaub wieder, den wir jedes Jahr im Süden der Niederlande verbringen. Aufgrund der Kolonialgeschichte ist die indonesische Küche dort sehr präsent und da es im Supermarkt fertig geschnittene Gemüsepakete gibt ist es, wie Bami Goreng, das perfekte Urlaubsessen.
Geschichte:
Nasi Goreng setzt sich aus Nasi (gekochter Reis) und goreng (gebraten) zusammen und bedeutet also „gebratener Reis“.
Nasi Goreng geht wohl zurück auf die Küche des chinesischen Südens, es ist jedoch nicht klar, ab wann Nasi Goreng in Indonesien ankam. Der Handel zwischen China und Indonesien begann um das 10. Jahrhundert. Die chinesischen Immigranten brachten außer ihren Rezepten und Zubereitungsweisen auch die Sitte mit, das übrig gebliebenes Essen am folgenden Tag angebraten wurde, um gefährliche Mikroben in der Zeit vor den Kühlschränken abzutöten.
Davor hatten die Indonesier den übrigen Reis meist einfach in der Sonne getrocknet um Reiscracker zu machen oder zu Reismehl zu mahlen.
Durch die Abwandlung der chinesischen Sojasauce mit einer ordentlichen Portion Palmzucker zu Kecap Manis und dessen Verwendung mit anderen typischen indonesischen Zutaten wurde das Gericht an die indonesische Küche angepasst.
Die verschiedenen Varianten erhalten beim Namen einen Zusatz, der der verwendeten Zutat entspricht, in selteneren Fällen ist es der Name der Ursprungsregion.
Rezept
Zutaten:
300 g | Basmatireis*, trocken, am Vortag kochen |
300 g | Rindersteak,in feinen Streifen |
300 g | Garnelen, geschält und entdarmt |
1 | Möhre, fein gewürfelt |
3 | Schalotten, fein gewürfelt |
½ | Weißkohl, in feinen Streifen |
2 Handvoll | Mungbohnen-Sprossen |
0-2 | Chili, in feinen Ringen (nach Geschmack) |
2 Zehen | Knoblauch |
2 TL | Garnelenpaste* |
3 EL | Ketjap Manis* |
1 EL | Palmzucker* |
1 Wurzel | Kurkuma, geschält, in Stücken |
2 cm | Galgant, geschält in Stücken |
2 cm | Ingwer, geschält, in Stücken |
½ TL | Cumin, gemahlen* |
½ Bund | Koriander |
2 TL | Sambal Oelek* (wenn keine Kinder mitessen) |
Salz und Pfeffer | |
Eier für Spiegeleier | |
Krupuk | |
Schalotten, frittiert* |
Zubereitung:
Knoblauch, Garnelenpaste, Ketjap Manis, Palmzucker, Kurkuma, Galgant, Ingwer, Cumin, Koriander und eventuell Sambal Oelek mit 2 EL Öl in einem Mixer* oder Mörser* zu einer Paste verarbeiten.
Einen Wok* oder eine Pfanne* mit schwerem Boden erhitzen. Das Fleisch hineingeben und in etwas Öl rundherum anbraten. Dann die Garnelen, das Gemüse und den Reis hinzufügen, regelmäßig durchschwenken, bis alles angebraten ist.
Die Paste hinzufügen, gut durchschwenken und kurz mitanbraten.
In einer zweiten Pfanne* die Eier anbraten.
Servieren:
Mit Sambal Oelek, Spiegeleiern und Krupuk servieren und mit den frittierten Schalotten bestreuen.
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