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Turshi sind milchsauer fermentierte Rezepte aus der Levante, die mehr als ein Gemüse enthalten.
Die Turshi Filfil Mahshi sind einer Kindheitsgeschichte entnommen und entsprechend nachempfunden.
Und sie schmecken wohl nicht unähnlich zu damals…
Ich mag sie, aber nicht zu früh. Je mehr sie reifen, umso weniger bitter ist die Paprika und umso runder wird der Geschmack.
Dann sind sie mega!

Geschichte:
Ṭurshī Filfil Maḥshī (طرشي فلفل محشي) setzt sich aus ṭurshī (طرشي, „eingelegt / fermentiert“) filfil (فلفل, „Paprika“) und maḥshī (محشي, „gefüllt“) zusammen. Es bedeutet also „eingelegte, gefüllte Paprika“.
Um Gemüse und deren Vitamine für die Winterzeit zu konservieren, wurde es schon vor tausenden von Jahren eingelegt. So lässt sich die Technik im Tigris-Tal sicher bis etwa 2300 v. Chr. zurückverfolgen.
In Persien entstand der Begriff Torshi für eingelegte Gemüse. Technik und Begriff verbreiteten sich im Laufe der Zeit infolge von Handel, Bevölkerungsaustausch und Heerzügen im gesamten Nahen Osten und dem Balkan aus.
Unterschied Kabees und Turshi: Beides beschreiben milchsauer fermentierte Rezepte.
Aber:
Kabees:
Kabees stammt sprachlich aus dem Arabischen und beschreibt Rezepte, die ein oder maximal zwei Hauptzutaten haben, wenig gewürzt sind und die man als Beilage isst.
Turshi:
Turshi stammt sprachlich aus dem Persischen und beschreibt Rezepte, die als eigenständige Gerichte serviert werden können und aus mehreren Hauptzutaten bestehen. Sie sind oft auch stärker gewürzt, bzw. können stärker gewürzt werden.
Rezept
Zutaten:
| 4-5 | Paprika, grün, dünnwandig |
| 1 | Möhre, klein, fein geraspelt |
| 120 g | Weißkohl, sehr fein gehobelt |
| ½ TL | Koriandersamen, leicht angedrückt* |
| ¼ TL | Chiliflocken* |
| 1 TL | Senfkörner* |
| 2 Zehen | Knoblauch, in Scheiben |
| 500 ml | Wasser, kalt |
| 15 g | Salz, jodfrei |
Zubereitung:
Die Paprika waschen, Stielansatz und Samen entfernen.
Möhre und Kohl mit den Gewürzen mischen, dann in die Paprika füllen.
Den Knoblauch in ein sauberes 1 Liter-Bügelglas geben und die Paprika aufrecht hineinstellen.
Salz im Wasser komplett auflösen und kalt über die Paprika gießen, sodass alles vollständig bedeckt ist. Mit einem Fermentationsgewicht* beschweren und verschließen.
7 bis 21 Tage bei etwa 20°C fermentieren lassen. Nach 2 bis 3 Tagen beginnt eine sichtbare Bläschenbildung.
Nach 7 bis 10 Tagen sind die Turshi mild, nach 14 bis 21 Tagen klassisch aromatisch.
Nach gewünschter Reifung im Kühlschrank lagern.
Tipps:
Wer mag, lässt Koriandersamen, Chiliflocken und oder Senfkörner weg.
Milchsaure Fermentation:
Für Hintergrundinfos und Tipps/Tricks, s. hier.









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